Fachstelle Interkulturelle Mädchenarbeit NRW

Handlungsbedarfe zum Thema Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen mit Behinderungen formuliert

Im Juni 2015 fand eine Fachdiskussion unter dem Titel „Gewalt gegen Mädchen und junge Frauen mit Behinderungen – Auswirkungen, Bedarfe und gemeinsame Ziele“ statt. Es zeigten sich hier vor allem die Bereitschaft und der ausdrückliche Wunsch der breiten Vernetzung und des Austauschs verschiedenster Akteure. Es konnten, gemeinsam mit Fachleuten aus Mädchenarbeit, Behinderten(selbst)hilfe, Sozialverbänden Problemlagen diskutiert und erste konkrete Handlungsbedarfe formuliert werden. Neben der Notwendigkeit der Enttabuisierung des Themas durch eine Willkommenskultur, der Qualifizierung von Fachleuten und einer flächendeckenden Vernetzung und Kooperation zwischen Behinderten(selbt)hilfe und Jugendhilfe wurden hier auch weitere Bedarfe für eine gelingende Inklusion von Mädchen mit Behinderungen ermittelt. So wurde bspw. der Bedarf an Unterbringungsmöglichkeiten im Kontext von Zwangsverheiratung und Inobhutnahmen insgesamt für Mädchen mit Behinderungen deutlich. Weiter wurden aufsuchende niederschwellige Angebote im Bereich der Sexualerziehung sowie der der Ausbau flächendeckender Empowerment-Workshops für Mädchen mit Behinderung als wichtige Aufgabe der Jugendhilfe formuliert. Weitere Informationen und Diskussionsthemen sind in der Dokumentation der Veranstaltung zu finden.

Der Input während der Veranstaltung konzentrierte sich stark auf die Ergebnisse der er ersten deutschlandweit repräsentativen Studie der Universität Bielefeld zur Lebenssituation und Belastungen von Frauen mit Beeinträchtigungen und Behinderungen in Deutschland. Es wurden Frauen und Mädchen zwischen 16 und 90 Jahren befragt. Hier wurde auch ganz klar der dringende Bedarf an einer besseren Datenlage über die Lebensbedingungen von Mädchen mit Behinderung deutlich.

Die gesamte Dokumentation finden Sie hier:Dokumentation Fachdiskurs MmBGewalt2015

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