Fachstelle Interkulturelle Mädchenarbeit NRW


III. Fachtag „Gender in der Popmusik“

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Musik ist Vielfalt! Aber wie stellt sich die Situation in der populären Musik denn wirklich dar? Herrscht soviel Vielfalt, wie wir glauben? Wie sind die kulturpolitischen Rahmenbedingungen? Muss etwas ändern?

Ein Fachtag mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops, Lesung und natürlich Musik!

Vorträge:

Dr. Thomas Gesterkamp, Journalist und Autor:
– Wer ist eigentlich dieser Gender?

Julian Rybarski, Musiker und Kulturwissenschaftler:
– Worüber reden wir, wenn wir über Popmusik reden?

Kerstin Grether und Sandra Grether, Musikerinnen, Aktivistinnen und Autorinnen:
– Die Geschichte des Sexismus in der Popmusik

Lesung mit Kerstin Grether, aus ihrem Roman „An einem Tag für rote Schuhe“

Musik mit toGEther

Moderation: Cornelia Benninghoven

Eintritt frei! Anmeldung unter info@genderinderpopmusik.de und unter 0209.30 25 3

Eine Veranstaltung der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kooperation mit dem Mädchenzentrum Gelsenkirchen e.V. und der Fachstelle Interkulturelle Mädchenarbeit NRW

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Studien zu Situation der Roma in Deutschland

Aktuell geht vor allem eine Studie zu dem Thema durch die Medien: „Zwischen Gleichgültigkeit und Ablehnung – Bevölkerungseinstellungen gegenüber Sinti und Roma“. Hier downloaden.

Neben dieser Publikation gibt es aber noch eine weitere: „Studie zur aktuellen Bildungssituation deutscher Sinti und Roma 2011“ vom Landesverband Deutscher Sinti und Roma Baden-Württemberg mit, in welcher ebenfalls auf Diskriminierung eingegangen wird. Hier downloaden.


Protestaktionen vor dem Landtag NRW am 11.09.2014

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Gewalt gegen Frauen ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen in Deutschland. Seit fast 40 Jahren bieten Frauenhäuser, Frauenberatungsstellen, Frauennotrufe und spezialisierte Beratungsstellen Unterstützung  und Schutz bei Gewalt und sind somit ein unverzichtbarer Teil der sozialen Infrastruktur in NRW. Noch immer ist nicht gewährleistet, dass jede von Gewalt betroffene Frau – mit und ohne Kinder- zeitnah, unbürokratisch und kostenlos Schutz, Beratung und Unterstützung in Anspruch nehmen kann.
Seit vielen Jahren fordern wir eine angemessene und gesicherte Finanzierung für diese Arbeit, die zu den staatlichen Pflichtaufgaben
gehören muss.
Im  aktuellen Koalitionsvertrag heißt es:
„ …wir wollen ein Landesgesetz auf den Weg bringen, das eine verlässliche und bedarfsgerechte Finanzierung von Frauenhäusern in
ihrer Aufgabenvielfalt verankert, und eine Förderung aus einer Hand sicherstellt“… „Zudem werden wir prüfen, ob auch eine auskömmliche Finanzierung des Beratungsangebots der Frauenberatungsstellen und -notrufe gesetzlich in dem obengenannten Gesetz zur Frauenhausfinanzierung abgesichert werden kann.“
Es ist an der Zeit dieses Ziel umzusetzen!
Wir, ein Bündnis aus Vertreterinnen der unterschiedlichen Landesarbeitsgemeinschaften der Fraueninfrastruktur und einzelner Verbände
der freien Wohlfahrtspflege, fordern kostenlosen und verbindlichen Schutz, Hilfe und Unterstützungsangebote für alle von Gewalt betroffenen Frauen und ihre Kindern – unabhängig von ihrem Einkommen, ihrer Herkunft oder ihrem Aufenthaltsstatus. Die Finanzierung der unverzichtbaren Hilfe- und Unterstützungseinrichtungen darf nicht länger eine „freiwillige Leistung“ bleiben.
Wir fordern ein Landesfinanzierungsgesetz jetzt!

Am 11.09.2014 in der Zeit von 11.30  – 14.00 Uhr werden wir in einer Aktion vor dem Landtag die Einhaltung und Umsetzung
des Koalitionsvertrages fordern.

Unterstützen Sie unser Anliegen und kommen Sie am 11.09.2014 zu unseren Aktionen vor den Landtag NRW!

Für das Bündnis….
Claudia Fritsche
LAG Autonomer Frauenhäuser NRW e.V.
Postfach 500349, 44203 Dortmund

Die LAG der Autonomen Mädchenhäuser/feministische Mädchenarbeit NRW e.V. unterstützt die Forderung nach einen Landesfinanzierungsgesetz für die Unterstützunsangebote für von Gewalt betroffene Frauen und Kinder. Diese Hilfsangebote dürfen nicht länger freiwillige Leistungen sein, sondern gehören zu den  gesellschaftlichen Plichtaufgaben. Wir halten eine strukturelle Absicherung der Fraueninfrastruktur ebenso für wichtig, wie eine strukturelle Absicherung der Angebote der Mädchenhäuser.  Wir wünschen der Aktion vor dem Landtag am 11.9.2014 viel Erolg.


Dokumentation des Mädchenpolitischen Ratschlags

Die Dokumentation des Mädchenpolitischen ratschlages finden Sie hier.

„Welche Bedürfnisse haben Mädchen? Vor welchen Herausforderungen stehen sie auf ihrem Weg in ein selbstbestimmtes Leben? Welche Räume stehen ihnen zur Verfügung, um sich zurückzuziehen oder ihr Leben und ihre Umwelt aktiv mitzugestalten? Und ist das überhaupt noch nötig?
Es ist gut das Jugendpolitik heute als eigenständiges Politikfeld begriffen wird. Die Jugend ist schließlich eine ganz prägende Lebensphase im Leben eines jeden Menschen. Nicht mehr Kind und noch nicht erwachsen. Jugend galt bislang eher als (politische) Sandwich-Phase im Lebensverlauf, obwohl gerade in diesen Jahren viele Weichen für das weitere Leben gestellt werden. Und dabei geht es nicht nur um berufliche Perspektiven.
Aktive Mädchenpolitik ist mehr als die Förderung von Mädchen in MINT-Berufen. Mädchenpolitik ist ein Beitrag zur Geschlechterdemokratie und zu einer gerechten Gesellschaft. Wir wollen eine selbstbewusste und einmischende Mädchenpolitik, die Räume und Mitsprache einfordert. Wir wollen selbstbewusste Mädchen, die ihr Leben selber gestalten und in der Gesellschaft mitreden wollen. Aktive Jugendpolitik und vor allem aktive Jugendliche leisten einen wichtigen Beitrag zu einer lebendigen Demokratie.
Eine eigenständige Mädchenpolitik, die die Interessen und Bedürfnisse von Mädchen sichtbar macht, bedeutet dabei aber nicht, dass sie blind ist für die Bedürfnisse und Wünschen von Jungen. Mädchen- und Jungenpolitik funktionieren nicht im Gegeneinander, sondern sind zwei Seiten derselben Medaille. Im Fokus stehen für uns Grüne immer die jungen Menschen.
Mit dem 1. Mädchenpolitischen Ratschlag der GRÜNEN Landtagsfraktion haben wir zunächst das Feld sondiert. Genauso wenig wie Jugendliche nur ein Teilstück von diversen Politikfeldern sind, genau so wenig  dürfen Mädchen zwischen Jugend- und Frauenpolitik durch den Rost fallen. Mädcheninteressen und Genderaspekte müssen ein eigener, aber vor allem auch selbstverständlicher Teil von Kinder- und Jugendarbeit, sowie der Jugendsozialarbeit sein. Denn immer noch gilt: kaum etwas prägt unsere Gesellschaft so sehr wie die geschlechtliche und sexuelle Identität. Unsere Aufgabe muss es sein dies stärker in den Blick zu nehmen und kritisch zu hinterfragen.“


Türkeistämmige Mädchen in Deutschland

In der Öffentlichkeit gelten türkeistämmige Mädchen als unselbständig und unterdrückt. Wahrgenommen werden sie oft erst, wenn sie zwangsverheiratet werden oder dagegen aufbe­gehren. Wie denken die jungen Frauen aber tatsächlich über voreheliche Sexualkontakte, Partnersuche und traditionelle Geschlechterrollen? Entspricht die Realität dem gängigen Vorurteil?

In seiner neuen Studie legt Prof. Dr. Ahmet Toprak den Schwer­punkt auf das Thema Sexualität – dies­mal aus dem Blickwinkel türkeistäm­miger Mädchen der dritten Generation, mit denen er lange Interviews geführt hat. In der Forschung betritt er mit diesem Thema weitgehendes Neuland, denn die Sichtweisen von Mädchen zu Fragen von Erziehung – Geschlechter­rollen – Sexualität sind wissenschaftlich kaum untersucht, werden vielmehr in der Familie wie auch in der Öffentlich­keit tabuisiert.

„Es hat neun Monate gedauert, bis ich genügend Gesprächspartnerinnen gefunden hatte“, so der Professor für Erziehungswissenschaften. Letztlich er­klärten sich insgesamt 23 Mädchen und junge Frauen zwischen 15 und 25 Jahren bereit, zu diesen Themen offen, ehrlich und kritisch Stellung zu beziehen. „Und wenn sie sich einmal dazu entschlossen hatten, waren sie auch überraschend offen und haben auch vor mir als Mann kein Blatt vor den Mund genommen.“ Alle befragten Frauen kommen aus dem Ruhrgebiet; in Bezug auf Alter und Bildungsstatus bilden sie die ganze Bandbreite ab. Die Interviews rankten sich um die Themen Kopftuch, Ehre, Partnerschaft und Eheschließung, Sexu­alität vor der Ehe, Religion, Erziehung und Geschlechterrollen, Freizeit und Freundschaften, das Bild der Männer, das Verhältnis zu deutschen Frauen, Bildungsaspiration, die Funktion der großen Schwester, die Rolle der Familie und der Umgang mit Tradition.

Bei der Auswertung des Materials ergaben sich sehr differenzierte Mei­nungsbilder, aus denen der Erziehungswissenschaftler vier Grundtypen herausgearbeitet hat: „Wir haben die Heiratsmi­grantinnen, konservative Mäd­chen, die Lebenskünstlerinnen oder Krisenbewältigerinnen und liberale Mädchen“.

Weitere Infos zu der Publikation gibt´s hier.


neue Studie zu Geschlechterrollen

Die BAMF-Geschlechterrollenstudie 2013, die als Begleitforschung zur Deutschen Islam Konferenz entstanden ist, beschäftigt sich mit der Frage nach Geschlechtergerechtigkeit. Untersucht wird, inwieweit bei muslimischen und christlichen Zuwanderern hierarchische Geschlechterbeziehungen befürwortet und im Alltag praktiziert werden. Die Studie präsentiert ein differenziertes Bild über die Rollenaufteilung zwischen den Geschlechtern in der muslimischen Bevölkerung. Sie kommt zum Schluss, dass sowohl die Mehrheit der Muslime als auch der Christen eine Gleichberechtigung von Männern und Frauen befürworten. Somit herrscht insgesamt ein klares Bekenntnis zur Geschlechtergerechtigkeit vor.

BAMFstudie

Gleichberechtigung: ein fest verankerter Wert

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass bei allen befragten Gruppen die Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern einen fest verankerten Grundwert darstellt und nicht zur Diskussion steht. Die Ansichten über die Rollen, die Frauen und Männer in der Familie sowie in Haushalt und Beruf übernehmen sollten, variieren dagegen deutlich stärker.

Religionszugehörigkeit: keine Erklärung für unterschiedliche Geschlechterrollen

Zentrale Erklärungsfaktoren für unterschiedliche Geschlechterrollenmodelle sind vor allem sozioökonomische Faktoren wie zum Beispiel der Bildungsgrad und das Alter. Die Religionszugehörigkeit ist dagegen eher irrelevant. Darüber hinaus weisen Personen, bei denen Religion im Alltag eine größere Bedeutung einnimmt, traditionellere Geschlechterrollenmodelle auf. Dies trifft für praktizierende Muslime und Christen gleichermaßen zu.

Erwerbsbeteiligung: gleichberechtigte Teilhabe wird von allen gewünscht

Frauen leben häufiger in einer traditionellen Erwerbskonstellation, wenn sie kleine Kinder unter sechs Jahren haben. Davon sind insbesondere muslimische Frauen betroffen, weil sich in muslimischen Haushalten häufiger Kinder im Vorschulalter befinden. Der Großteil der Paare wünscht sich aber eine höhere Beteiligung der Frauen am Erwerbseinkommen. Unabhängig von Religion und Herkunft äußert die Mehrheit der befragten Männer und Frauen den Wunsch nach eine besseren Arbeitsmarktintegration von Frauen.

Hier geht´s zum Download.