Fachstelle Interkulturelle Mädchenarbeit NRW

starke Mädchen – starke Träume – starke Ziele

Dieses Partizipationsprojekt band, ausgehend von Gelsenkirchen, Mädchen in ganz NRW ein.

Ausgangspunkt war die Bildung einer Jurygruppe aus Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund/Behinderung aus Gelsenkirchen. Der Jurygruppe wurde ein Budget von 3000€ zur Verfügung gestellt, um welches sich landesweit Mädchengruppen für Mikroprojekte bewerben konnten. Die Jurygruppe entwickelte gemeinsam Chancengleichheits-/ Verteilungskriterien, anhand derer sie entschieden, welche Projekte gefördert werden. Im Rahmen des Fachtages, welche von der Jurygruppe organisiert und moderiert wurde, stellten sich die unterschiedlichen Projekte in Messeform vor und vernetzten sich untereinander.

Bis zu 300€ konnten Mädchen und Mädchengruppen aus ganz NRW für ihre Projektideen und Mikroprojekte bei der Fachstelle Interkulturelle Mädchenarbeit NRW beantragen.

Das Projekt richtete sich an alle Mädchen und Mädchengruppen aus NRW. Im Oktober 2011 hat sich eine lokale Jurygruppe aus Gelsenkirchen, aus Mädchen unterschiedlicher Lebenssituationen, gegründet. Diese Gruppe hat mit Hilfe von bestimmten Kriterien entschieden, welcher Antrag bewilligt wird.  Insgesamt standen 3000€ zur Verfügung.Am Ende der Projektlaufzeit wird es eine Vernetzungsmesse geben, bei der Ihr alle bewilligten Projekt vorgestellt werden und sich die Mädchengruppen aus ganz NRW treffen.          Vom 18.01 bis zum 13.03.2012 lief der Antragszeitraum.

Projekte konnten z.B sein:

  • Kurse oder Anschaffungen für Mädchentreffs oder einen Mädchenraum
  • eine Rollstuhlrampe
  • ein Selbstverteidigungskurs
  • Workshops
  • oder vieles mehr…

Hauptkriterien für die Bewilligung der Projekte waren:

– Es sollten möglichst viele Mädchen davon profitieren
– Der erzielte Effekt soll möglichst lange wirken (Nachhaltigkeit)
– Das Projekt/ die Anschaffung soll die Gleichberechtigung zwischen Jungen und Mädchen oder die Chancengleichheit für Mädchen mit sozialen Benachteiligungen fördern

Das Besondere an diesem Fördertopf: Die Jury besteht, wie die Antragsstellerinnen selbst, aus Mädchen zwischen 11 und 15 Jahren. Gleich nach Antragsschluss setzte sie sich zusammen und entschied über die Anträge.

Die Jurygruppe hat sich für dieses Projekt eine eigene E-Mail-Adresse eingerichtet unter der man sie kontaktieren kann: starkemaedchen@gmx.de

Hier gibt es alle wichtigen Unterlagen zum Download:

Faltblatt Starke Mädchen

Förderrichtlinien

Förderantrag

Ausgangspunkt ist die Bildung einer Steuerungsgruppe aus Mädchen aus Gelsenkirchen. Dieser Gruppe wird ein Budget von 3000€ zur Verfügung gestellt, um welches sich ab Januar 2012 landesweit Mädchengruppen für Mikroprojekte bewerben können. Die Gruppe entwickelte gemeinsam Chancengleichheits-/ Verteilungskriterien, anhand derer sie entscheiden, welche Projekte gefördert werden. In einer abschließenden Mädchenkonferenz, welche von der Steuerungsgruppe organisiert wird, stellen sich die unterschiedlichen Projekte in Messeform vor und vernetzen sich.

Unter den Aspekten der Nachhaltigkeit, Ressourcenverteilung und Chancengleichheit werden die Auswahlkriterien für die Mikroprojekte erarbeitet. Nach Auswahl der einzelnen Projekte im März 2012, bereitete die Steuerungsgruppe die abschließende Konferenz im Rahmen des Fachtages „neue Bürgerinnenbewegung – ich will was verändern!“ vor.

weitere Infos zum Projekt unter lagam@web.de

Reflexion des Projektes:

Die Erfahrung, Mädchen in alle Bereiche mit einzubeziehen, war für die Arbeit der LAG Autonome Mädchenhäuser/ feministische Mädchenarbeit NRW sehr interessant. Wir haben festgestellt, dass man Jugendlichen oft weniger zutraut, als sie eigentlich leisten können. Wenn man ihnen mal freien Raum lässt, kommen oft verblüffende Ergebnisse dabei raus. Und gleichzeitig ist dadurch bei den Mädchen eine starke Entwicklung zu beobachten. Sie gewinnen nicht nur an Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, sie vermitteln auch an andere Jugendliche eine positive Grundeinstellung und starke Motivation in Bezug auf zukünftige Partizipation. Für die weitere Arbeit ist geplant, dieses Prinzip fortzuführen.

Insbesondere im Kontext von Selbstbestimmung, Rollenerwartungen und Rechte diskutierten die Teilnehmerinnen offen über ihre Ansprüche und Ängste. Die Mädchen reflektieren die verschiedenen externen Erwartungshaltungen und geraten zunehmend in Aushandlungskämpfe mit ihren eigenen Vorstellungen und Lebensplanungen. Diese Themen und Konfliktpotentiale sollen 2013 unter dem Jahresthema „Soziale Rolle und Selbstbestimmung von Mädchen und jungen Frauen mit Migrationshintergrund– Ein Alltag voller Zuschreibungen und Aushandlungskämpfen?! “ inhaltlich genauer beleuchtet und weiter aufgearbeitet werden.